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In unserer Fotogalerie haben wir Ihnen wunderschöne Fotos rund um die Puszta zusammengestellt. Malerische Landschaften, einzigartige Naturschätze, kulturelle Werte, Tiere, Pflanzen und Menschen – tauchen Sie ein in eine faszinierende Welt!
Zwischen Budapest und Szeged, der Donau und der Theiß liegt Kecskemét, die Hauptstadt des Komitates Bács-Kiskun.Der Name der Stadt, so behaupten viele, stammt von den Wörtern „kecske” (Ziege) und „mét” (gehen). Laut Katona József, später dann Hornyik János und Pais Dezső entstand die Stadt aus den nahe liegenden Orten Kecske und Mét. Auf den Weiden dieser Gegend wurden die Ziegen des Königs geweidet, so dass der Name des Ortes zuerst Kecskehatár (Ziegengegend) oder davor Kecskeméta war. Das Wort Méta, Méga bedeutet Komitat, in den slawischen Sprachen bedeutet „mét” gehen, laufen.
Schon in der Neuzeit war dieser Landstrich und die Stadt besiedelt. Nach der Gründung des ungarischen Staates ging dieses Gebiet in den Besitz der Königin über. Ein Dokument aus dem Jahre 1075 belegt, dass hier die königlichen Pferdeherden geweidet wurden. Die Eigentümer wechselten dann mehrmals und verschiedene Heeresscharen zogen mehrmals in der Türken-Besetzungszeit und in der sich anschließenden Kuruzen-Zeit durch diese Region.
In diesen Zeiten der Not suchten viele Menschen Schutz in den umliegenden Sümpfen. Ausserdem musste man verschiedenartige Steuern an die verschiedensten Empfänger zahlte.
Nach dem Rákóczer Freiheitskampf (Anfang 18. Jh.) nahm hier das Handwerk, der Pflanzenanbau und die Tierzucht einen wirtschaftlichen Aufschwung. Dieser Entwicklung ist es zu verdanken, dass Kecskemét Mitte des 19. Jh. der bevölkerungsreichste Marktflecken im Lande war.
Aus den umliegenden Ortschaften schlossen sich 1848-49 viele dem Freiheitskampf an, und nach der Einigung mit den Habsburgern wuchs die Stadt weiter. Neue Straßen und Eisenbahnwege machten den Export von Tieren und Obst in weit entfernt liegende Länder möglich.
Im ersten Weltkrieg forderte hier der rote und weiße Terror die meisten Opfer im Land.
Nach dem zweiten Weltkrieg begann in dieser Region erst in den 50-er Jahren ein wirtschaftlicher Aufschwung: die Einödgehöfte und Dörfer wurden mit Elektrizität versorgt und viele Menschen wanderten von hier in die Stadt.
Kecskemét, die „hírös” (berühmte) Stadt, wurde zu einem Ort der Möglichkeiten und eine Stätte der historischen Traditionen. Diese Zeit war geprägt von einer ausgezeichneten Infrastruktur, einer brodelnden Wirtschaft, einem sich schwunghaft entwickelnden Tourismus und einem vielseitigen kulturellen Leben.
Die Besucher der Stadt können einen Spaziergang machen an wundervollen, jahrhundertealten Gebäuden vorbei, die vorwiegend im Jugendstil erbaut wurden und sich im Stadtzentrum befinden.



Nach jahrhundertlanger Verfolgung bekamen die Juden nach 1820 in Kecskemét das Recht, sich hier niederzulassen. Ihre erste Synagoge erwies sich bald als zu klein. Das neue Gebäude, das auch heute zu sehen ist, wurde von 1864 bis 1871 in mehreren Etappen im romantisch-maurischen Stil erbaut. Da seine erste Zwiebelkuppel durch das Erdbeben im Jahre 1811 völlig zerstört wurde, hat man sie durch eine neue an eine Lotusblüte erinnernde Kuppel ausgetauscht.

Die Franziskaner Kirche: Die Kirche wurde Ende des 13.Jh. Anfang des 14.Jh. gegenüber dem Rathaus erbaut und ist somit das älteste Gebäude der Stadt. Anfangs benutzten sowohl die katholischen als auch die evangelischen Gläubigen diese Kirche. Ab 1647 führten die Mönche des Franziskanerordens die Pfarre.

Hinter der Dreifaltigkeitssäule erhebt sich das zur Tausendjahrfeier Ungarns von der Wiener Theaterbaufirma Helmer und Fellner geplante Gebäude. Das Theater ist nach Katona József benannt. Katona József wurde in Kecskemét geboren und lebte auch hier. Sein berühmtestes Drama „Banus Bánk” wurde erst nach seinem Tode am Kecskeméter Theater aufgeführt.