Hajdúböszörmény ist die größte Stadt der Hajdúság, einem Gebiete Ungarns, in dem es schon in der Vorzeit Siedlungen gab.Ihren Namen bekam die Stadt (Böszörmény) von den gemeinsam mit den landnehmenden Magyaren in das Karpatenbecken kommenden bulgarisch - türkischen Volksgruppen muslimischen Glaubens, die sich mit Handel befassten, später dann aber unter den Tatareneinfällen völlig ausgerottet wurden.
Hajdúböszörmény ist die größte Stadt der Hajdúság, einem Gebiete Ungarns, in dem es schon in der Vorzeit Siedlungen gab; die Funde aus dieser Zeit werden Im städtischen Museum aufbewahrt.
Erstmals wird die Ansiedlung 1248 unter dem Namen Nagyböszörmény schriftlich erwähnt. Ihren Namen bekam die Stadt (Böszörmény) von den gemeinsam mit den landnehmenden Magyaren in das Karpatenbecken kommenden bulgarisch - türkischen Volksgruppen muslimischen Glaubens, die sich mit Handel befassten, später dann aber unter den Tatareneinfällen völlig ausgerottet wurden. 1410 wurde der Stadt der Rang eines Marktflecken verliehen. Im 16.Jh. entstand eine bewaffnete Bauernschicht, die ihren Lebensunterhalt mit dem Treiben und Handel von Rindern bestritt. Diese Bauernschicht nannte man Haiducken, welche dann später bei dem von István Bocskai angeführten Freiheitskampf eine wichtige militärische Rolle spielten. Zum Dank verlieh er ihnen adlige Range und Land.
1609 siedelte der siebenbürgische Fürst Gábor Báthory die Haiducken in das damalige Böszörmény und die Stadt bekam damals ihren jetzigen Namen Hajdúböszörmény.
Im Zeitalter von Bach, als ungarische Städte deutsche Namen bekamen, verlieh man komischer Weise Hajdúböszörmény den Namen „
Wütender Armenier” auf ungarisch: „
bősz örmény”. Anfangs des 17. - 18. Jh. wurden sie Verwaltungszentrum von zuerst sechs, dann später sieben Haiduckenstädten: Böszörmény, Dorog, Hadház, Nánás, Szoboszló és Vámospércs.


Die ringförmige Anordnung der Gebäude ist ganz charakteristisch für die Stadt und konnte bis heute bewahrt werden. Der Bocskai Platz war einst Marktplatz und ist im östlichen Mitteleuropa der homogenste Platz, der an der Kreuzung von vier durch die Stadt führenden Straßen sich herausgebildet hat.
Seine heutige Form bekam er bei der Stadtneuordnung im
19.Jh. In den 50-er Jahren eröffnete man in Hajdúböszörmény das erste Thermalbad, stieß man doch bei Erdölbohrungen auf Thermalwasser. 1960 begann dann auch der Heiltourismus diese ausgezeichnete Gelegenheit beim Schopfe zu greifen. 2001 begann man mit der Restaurierung und Erweiterung des gesamten Strandkomplexes, 2004 dann mit dem Bau des neuen Heilzentrums, nachdem dem Thermalwasser ein Zertifikat bescheinigte, dass es als Heilwasser rheumatische Schmerzen lindert.
Aber auch Kulturfreunde kommen in Hajdúböszörmény nicht zu kurz.
Zahlreiche nationale und internationale Festivals erwarten ihre Gäste hier in Hajdúböszörmény. Um nur einige Beispiel zu nennen: das
Internationale Big Band Festival; das KOTTA Festival, zu deutsch das:
Notenfestival;
Festival der klassischen Gitarre; die
Haiduckenwoche;
Meisterschaft im Traktorenziehen; das
Internationale Zuckerrübenfestival; usw.
Foto: László Fodor
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Das Rathaus in Hajdúböszörmény

Am Bocskai Platz steht das Rathaus und wurde nach Plänen von Károly Dobay zwischen 1905 und 1907 im
eklektischen Stil errichtet.
Die Statue der tanzenden Haiducken in Hajdúböszörmény

Tanzende Haiducken (Statue): Diese aus sieben Männerfiguren bestehende Statue wurde von
István Kiss geschaffen. Die sieben Figuren deuten auf die gemeinsame Vergangenheit der sieben
Haiduckenstädte Böszörmény, Dorog, Hadház, Nánás, Polgár, Szoboszló und Vámospércs hin.
Reformierte Kirche in Hajdúböszörmény

Ein anderes Gebäude, das dem Bocskai Platz sein charakteristisches Gesicht gibt, ist die Reformierte Kirche. Wahrscheinlich stand hier auch schon in der Zeit des Königshauses Árpád eine Kirche. Ein Schutzwall und vier Ecktürme umgaben schützend die alte Kirche im gotischen Stil. 1681 brannte diese aber leider ab. Danach erweiterte man die Kirche mehrmals, baute sie aus - zuletzt zwischen 1880 und 1882 nach Plänen von Győző Cziegler.
Hajdúságer Museum in Hajdúböszörmény

Früher funktionierte dieses Gebäude als Zentrale des Haiduckengebietes. Seit 1924 hat hier das Stadtmuseum mit volkskundlichen, archäologischen und historischen Ausstellungen seinen Platz bekommen.
1951 wurde mit der Namensverleihung „Hajdúságer Museum“ die ständige Ausstellung mit Sammlungen über die Geschichte der Hajdúság (des Haiduckengebiets), der Völkerkunde, der Bildenden Kunst und der Archäologie eröffnet.
Bocskai Gimnasium in Hajdúböszörmény

Das Gymnasium steht ebenso am Bocskai Platz und wurde nach den Plänen von Imre Vecsey im romantischen Stil von 1864 bis1865 erbaut. Schon
in den 1600-er Jahren fungierte es als Tochterschule des Debrecener Reformatischen Kollegiums. Unter dem Gebäude befindet sich ein Luftschutzkeller, der aber nicht zur Besichtigung freigegeben ist.