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Fotogalerie

Willkommen in der virtuellen Fotogalerie auf puszta.com!

In unserer Fotogalerie haben wir Ihnen wunderschöne Fotos rund um die Puszta zusammengestellt. Malerische Landschaften, einzigartige Naturschätze, kulturelle Werte, Tiere, Pflanzen und Menschen – tauchen Sie ein in eine faszinierende Welt!

Pfingsten

Pfingsten, der 50. Tag nach Ostern, bezeichnet das Fest der Entsendung des Heiligen Geistes an die Apostel. Der größte ungarische Pfingstbrauch ist die Wahl des Pfingstkönigs und der -königin.

An diesem Fest am Ende Mai zeigt die Natur ihr schönstes Gesicht: Die Vöglein zwitschern, die Natur erwacht, die Menschen genießen die ersten Sonnenstrahlen. Die Natur lädt zum Feiern und Tanzen ein. In alten Zeiten organisierte man Feste, bevor man mit den Sommerarbeiten anfing.

Der älteste Volksbrauch an diesem Tag ist die Wahl des Pfingstkönigs. Das ist eigentlich ein Wettbewerb der jungen Männer, an dem durch Pferderennen und Stockziehen entschieden wird, wer ein Jahr lang der Leiter der Gesellschaft ist. Der Sieger kann ein Jahr lang sein Königreich genießen: Er ist eingeladen zu jeder Hochzeit und jedem Fest, kann in der Kneipe kostenlos trinken, sein Vieh wird von anderen bewacht. Es ist hierauf zurückzuführen, dass Ruhm und Ehre von kurzer Dauer Pfingstkönigreich genannt wird.

Die Wahl des Pfingstkönig Abádszalók Ungarn 2006

Im Transdanubien ist der Pfingstgang einer Pfingstkönigin bekannt, das ein rituelles Spiel für eine gute Ernte ist. Dabei ziehen vier Mädchen von Haus zu Haus mit einem kleinen Mädchen, das die Königin ist. Die kleine Königin ist weiß gekleidet und hat einen Blumenkranz auf dem Kopf. Die anderen halten ein weißes Tuch über ihrem Kopf und gehen um sie singend herum.

Auf der großen ungarischen Tiefebene ist der Pfingstbrauch bekannter, in dem die Pfingstkönigin mit ihren Brautjungfern oder ein ganzer Hochzeitsgang mit Bräutigam, Braut und Begleitung durch das Dorf ziehen mit der Bitte um Gaben.

In mehreren Regionen Deutschlands, so meine Recherche, gibt oder gab es einen ähnlichen Brauch zu Pfingsten. Z.B. in Thüringen zogen geschmückte Pfingstsänger durch das Dorf, sangen Pfingstlieder und baten für ihren Gesang um Pfingstkuchen und Pfingsteier. Ähnlich ist die Pfingsthochzeit in Kötzing, wo der erwählte Pfingstbräutigam und seine Pfingstbraut mit zwei Brautführern durch die festlich geschmückte Stadt ziehen und feiern. 

An einigen Orten Ungarns wird der Maibaum an diesem Tag aufgestellt. Wo aber die Aufstellung des Maibaumes am 1. Mai stattfindet, legt man ihn zu Pfingsten bei einem großen Fest um.

Der grüne Zweig hat zu Pfingsten auch andere Bedeutungen: Die Tore und Häuser werden mit frischen grünen Zweigen geschmückt, um zu signalisieren, dass da ein junges und heiratsfähiges Mädchen wohnt, oder um die bösen Geister von der Familie fern zu halten.

Nach Weihnachten und Ostern ist Pfingsten der dritte Höhepunkt im Kirchenjahr und in Deutschland, Österreich, der Schweiz und auch in Ungarn staatlicher Feiertag. Der Bibel zufolge kam der Heilige Geist an diesem Tag beim starken Brausen in Form von Feuerzungen auf die Apostel herab, die sich dann in vielen Sprachen verständigen konnten und in kurzer Zeit 3000 Leute christianisierten – ein Hinweis auf die beginnende Mission der erwachenden Kirche. Pfingsten gilt damit auch als Symbol für die Gründung der christlichen Kirche.

Foto: István Szekrényes, www.nepijatek.hu